Was meinst Du mit dem *Prozesshaften des Dharma* ?

Dies bedeutet für mich nur, daß die Lehren Buddhas immer den Charakter eines Experimentes hatten,  es ging in allen Traditionen und Richtungen, die innerhalb des Buddhismus entstanden sind, immer um die Suche das Leiden zu beenden. Jemand experimentierte und fand wirksame Wege aus dem Zustand des Leidens und die verschiedenen Traditionen sind entstanden, weil weitere ‚Experimente‘ stattfanden auf der Grundlage der Lehren Buddhas. Verschiedene Traditionen konzentrierten sich auf spezifische Teile dieser Lehren und entwickelten sie weiter im Sinne einer ständigen Reflektion darüber, was ‚funktioniert‘ und Sinn macht. Der Buddha regte ja deutlich an zum konstruktiven ‚Zweifel‘ und deshalb bin ich Mahayana Buddhist, da ich den Dharma als lebendiges Schatzhaus von Erfahrungen eines dynamischen Weges zur Freiheit betrachte. Einem ‚theravadischen Fundamentalismus‘ (in der ursprünglichen Wortbedeutung verstanden), wie er leider recht oft – gerade bei Konvertiten – vorkommt, der außer dem Pali Kanon nichts gelten läßt, kann ich deswegen nichts abgewinnen. Für mich gilt denn auch die Maxime ‚Ich folge dem Dharma, nicht dem Buddha‘.

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Published in: on 10. März 2010 at 16:24  Schreibe einen Kommentar  
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